Hautarztpraxis Prof. Dr. B. Melnik

und H. Hariry

 

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Medizinische Kosmetik

 

1.      Fruchtsäure-Peeling bei Akne

2.      AHA-Peeling bei Couperose und Pigmentverschiebungen (Melasma)

3.      Physikalisch-manuelle Aknebehandlung

4.      Hydroxy-Pulse-Peeling bei Lichtschäden und Alterungsveränderungen

5.      Operative Entfernung kosmetisch störender Hautveränderungen

6.      Faltenglättung durch Bioimplantate

7.      Glättung mimischer Gesichtsfalten mit Botulinumtoxin A

8.      Behandlung von Wulstnarben mit Narben-Iontophorese

9.      Entfernung von Besenreisern und kosmetisch störender Venen

10.  Anti-aging, Body-Contouring (Liposuktion), ästhetische Chirurgie

11.  Hautfunktionsanalyse mit Lichtschutz- und Hautpflege-Beratung

12.  Haarausfall-Analyse mit TrichoScan

 

  1.  Fruchtsäure-Peeling bei Akne

Durch die Anwendung von Fruchtsäure-Peelings können die Mitesser bei Akne, die sog. Komedonen, effektiv und schonend entfernt werden. Die Komedonen sind die Primäreffloreszenzen der Akne, die sich im weiteren Verlauf in entzündliche Papeln und Pusteln (Pickel) umwandeln und dann auch zur Narbenbildung führen können. Verschiedene alpha-Hydroxy-Fruchtsäuren (AHA = alpha hydroxy acids) stehen heute in verschiedenen Konzentrationen und pH-Werten zur Verfügung. Wir verwenden die aus dem Zuckerrohr stammende Glykolsäure. Vor dem meist 70%igen Fruchtsäure-Peeling sollte die Haut erst einige Wochen mit niedrigkonzentrierten Fruchtsäurepräparaten eingewöhnt (konditioniert) werden. Hierbei ist der jeweilige Hauttyp (seborrhoisch, normal, atopisch) zu beachten (s. Hautfunktionsanalyse). Allergische Reaktionen auf Fruchtsäurepräparate sind sehr selten.

Verhaltensmaßnahmen vor und nach dem Fruchtsäure-Peeling:

Patienten mit normaler und seborrhoischer Haut können meist höher konzentrierte Fruchtsäure-Präparationen mit niedrigem pH-Wert (pH 1 – 2) problemlos vertragen. Menschen mit trockener, atopischer Haut sollten eine vorsichtige Eingewöhnung vornehmen. Zur Konditionierung der Haut empfehlen sich Präparate mit einem Fruchtsäuregehalt von 10% oder < 10% bei einem pH-Wert um 2 und > 2. Bei sehr empfindlicher Haut sollten die Präparate anfangs dünn jeden zweiten Abend unter Aussparung der Augenregion und Lippen aufgetragen werden. Bei den hochkonzentrierten AHA-Peelings wird die Kontaktzeit zum Präparat von Sitzung zu Sitzung leicht gesteigert (meist 1 bis 7 Minuten).

Ein leichtes Kribbeln während des AHA-Peeling ist normal. Sollten unerwartet ein stärkeres Stechen oder Brennen der Haut auftreten, wird die Fruchtsäure sofort neutralisiert und abgespült. Gegebenfalls kann die Anwendung einer leichten antientzündlichen Creme von Vorteil sein. Sollte einmal eine unerwartete Hautirritation (Ekzem) nach der Behandlung aufgetreten sein, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. In diesem Fall sollten Sie jedoch sofort mit uns in Kontakt treten, so dass wir die unerwünschte Reaktion sofort therapeutisch korrigieren können. Fruchtsäure-Peelings bei Akne sollten in wöchentlichen bis 14tägigen Abständen bis zum Verschwinden der Komedonen durchgeführt werden.

2.  AHA-Peeling bei Couperose und Pigmentverschiebungen (Melasma) 

Rosazea (Couperose)

Fruchtsäure-Peelings wirken sich auch günstig als unterstützende Maßnahme bei der Behandlung der Rosazea (Couperose) aus. Das grobporige und z.T. von Pusteln, Talg und Zelldetritus durchsetzte Hautbild der Rosazea wird durch die Anwendung von AHA-Peelings feinporiger und weist weniger Entzündungsherde auf.

Pigmentflecken (Melasma, Chloasma)

Da die AHA-Peelings auch die Oberhaut (Epidermis) schneller erneuern und in der Struktur verbessern, haben sie sich auch zur Behandlung oberflächlicher Pigmentstörungen der Gesichtshaut (Melasma bzw. Chloasma vom epidermalen Typ) bewährt. Auch hier empfiehlt sich eine regelmäßige Anwendung in Kombination mit hohem Lichtschutz (LSF > 30). Weibliche Patienten, die zu Melasma neigen, sollten auf die Einnahme der Pille (orale Kontrazeptiva) verzichten und auf ausreichend hohen Lichtschutz konsequent achten.

3.  Physikalisch-manuelle Aknebehandlungen

Neben den dargestellten Fruchtsäure-Peelings bei Akne führen wir auch die physikalisch-manuelle Aknebehandlung durch. Hierzu zählt die manuelle Entfernung von Komedonen (Mitessern) und das Eröffnen von Pusteln nach entsprechender Vorbehandlung der Haut zum Öffnen der Hautporen. Es erfolgt abschließend eine kühlende, antientzündliche Nachbehandlung.

4.  Hydroxy-Pulse-Peeling bei Lichtschäden und Altersveränderungen

Lichtgeschädigte Haut und Altershaut sind gekennzeichnet durch kleine und größere, sich hart anfühlende Verhornungsstörungen (aktinische Keratosen), grobe, gelbliche Hautfalten (solare Elastose), graubräunliche Pigmentflecken (Hyperpigmentierungen) als auch Flecken mit verminderter Pigmentierung (Hypopigmentierungen).

Eine schonende und in der gesamten Gesichtsfläche wirkende Methode zur Glättung und Erneuerung der lichtgeschädigten Haut und Altershaut besteht in der Anwendung des kürzlich entwickelten Hydroxy-Pulse-Peelings. Die Behandlung beginnt ähnlich wie beim AHA-Peeling bei Akne. Nach der Konditionierungsphase mit Fruchtsäure-Präparaten erfolgen die hochkonzentrierten AHA-Peelings, denen dann unmittelbar äußerliche Behandlungen mit einer Creme folgen, welche die Zellteilung hemmt (5-Hydroxy-Floururacil, 5-FU). Diese Creme bleibt 3 Stunden auf der Kopfhaut, Stirn, in der Schläfen- und Wangenregion. Dann wird sie mit reichlich Wasser und Lidschluss abgewaschen. Die Creme darf während der dreistündigen Kontaktzeit nicht in die Augen gelangen, da sonst vorübergehende Sehstörungen auftreten können. Die Haut wird sich nach dem Peeling an den Stellen mit stärkerer Lichtschädigung für einige Tage ekzemartig röten. Dies ist der gewünschte Effekt, der zur Abheilung lichtgeschädigter Hautareale beiträgt und die Hauterneuerung einleitet. Sollten diese Reaktionen einmal unerwartet heftiger ausfallen, kommen Sie bitte in die Praxis, damit wir die überschießende Reaktion abfangen können.

Wichtige Verhaltensmaßnahmen nach dem Hydroxy-Pulse-Peeling:

Schwitzen und körperliche Aktivität müssen nach Auftragen der 5-FU-Creme unbedingt vermieden werden, damit mit dem Schweiß keine Cremebestandteile in die Augen gelangen. Ein Kontakt der Hände zur behandelten Gesichtshaut und ein nachfolgendes Reiben der Augen muss ebenfalls während der dreistündigen Einwirkphase unterbleiben. Bei sommerlichen Temperaturen über 25ºC führen wir die Behandlung aus besagtem Grunde daher nicht durch.

Nach 3 bis 5 Sitzungen mit der Hydroxy-Pulse-Peeling ist die behandelte Gesichtshaut wieder glatt, wobei sich mehr als 95% der Verhornungsstörungen zurückgebildet haben. Auch die Pigmentierungsstörungen der Haut sind weitgehend ausgeglichen. Um den guten Zustand zu halten, sollte auf weiteren konsequenten Lichtschutz (LSF > 30) geachtet werden.

5Operative Entfernung kosmetisch störender Hautveränderungen

Kosmetisch störende Hautveränderungen wie unästhetisch wirkende Muttermale, seborrhoische Warzen, gutartige Stilwarzen, Milien, bindegewebige Muttermale, die alle keinen Krankheitswert haben und somit kein gesundheitliches Risiko darstellen, können im Rahmen eines kosmetischen operativen Eingriffes entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte als privatärztliche Wunschleistung entfernt werden. Hierzu zählen auch kosmetische Korrekturen von Narben sowie die operative Entfernung von Tätowierungen, die einer Laser-Behandlung nicht zugänglich sind. Die Eingriffe werden meist in Lokalanästhesie durchgeführt (s. Ambulantes Operieren).

6.  Faltenglättung durch Bioimplantate

Zur Faltenglättung mittels Bioimplantaten stehen uns zwei Substanzen zur Verfügung: Einerseits besteht die Möglichkeit das Eiweiß Kollagen,  andererseits die Bindegewebsgrundsubstanz Hyaluronsäure zu verwenden.

a. Verwendung von Kollagen:

Tiefe mimischer Hautfalten (Zornesfalten, Mundwinkelfalten, Oberlippenfalten, Krähenfüße) bzw. tiefe Gesichtsnarben nach entzündlicher Akne oder Unfällen können durch rein biologische Kollagen-Implantate beseitigt bzw. abgemildert werden. Das benutzte Kollagen ist dem körpereigenen Kollagen sehr ähnlich. Es wird unter die Narben oder Falten mit spezieller Injektionstechnik eingebracht. Die Kollagen-Behandlung stellt oft eine sinnvolle Alternative und/oder Ergänzung zur Ultrapulse-CO2-Laser-Behandlung, zum AHA-Soft-Peeling, TCA-Peeling sowie zur Botulinumtoxin-Behandlung mimischer Falten dar.

Vier bis 6 Wochen vor der eigentlichen Behandlung mit Kollagen muss eine Vortestung am Unterarm erfolgen, da in seltenen Fällen allergische Reaktionen auf das Kollagen-Eiweiß auftreten können (< 2,9% der Fälle). Allergische Sofortreaktionen treten nach Minuten oder Stunden auf. Sie äußern sich in Rötung, Schwellung und Juckreiz. In sehr seltenen Fällen können auch knotige Hautreaktionen (Granulome) entstehen, die erst nach einigen Wochen auftreten und mehrere Monate zur Rückbildung benötigen. Daher muss vor der Verwendung von Kollagen-Implantaten eine Vortestung zur Prüfung der Verträglichkeit durchgeführt werden. Nach der Vortestung wird dann eine Zeitspanne von etwa 4 bis 6 Wochen abgewartet. Bei unauffälliger Teststelle am Unterarm darf dann mit der eigentlichen Behandlung begonnen werden.

Da es sich bei Kollagen um ein Bioimplantat handelt, unterliegt es auch wie das körpereigene Kollagen einem physiologischen Abbau. Der gewünschte Effekt wird daher nach etwa 1 Jahr abgeklungen sein. Nachbehandlungen können jedoch beliebig oft wiederholt werden.

b. Verwendung von Hyaluronsäure:

Die Hyaluronsäure ist eine klare, gallertartige Flüssigkeit und hat als Grundsubstanz des Bindegewebes die Fähigkeit, Wasser zu halten und aufzunehmen. Injektionstechnik und Wirkungsweise sind der Kollagen-Implantation sehr ähnlich. Da nur sehr selten allergische Reaktionen auf Hyaluronsäure-Präparate auftreten, wird auf allergologische Vortestungen verzichtet. Für den seltenen Fall, dass Sie schon einmal auf die Substanz allergisch reagiert haben, müsste auch in diesem Fall eine Vortestung durchgeführt werden.

Auch der Abbau der Hyaluronsäure ist ein physiologischer Prozess. Nach Ablauf eines Jahres können Nachbehandlungen erforderlich werden, um den gewünschten Effekt zu halten. Meist sind dann kleinere Mengen der Substanz zur Korrektur ausreichend.

Verhaltensmaßnahmen zur Kollagen-/ Hyaluronsäure-Implantation:

Das Kollagen wird zur Schmerzlinderung in Kombination mit einem Lokalbetäubungsmittel injiziert. Bei Unverträglichkeit von lokalen Betäubungsmitteln sollten Sie dies vor dem Eingriff angeben.

Um kleinere Hauteinblutungen zu vermeiden, sollten Sie einige Tage vor einer Bioimplantation blutverdünnende Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Internisten absetzen. Am Tag der Implantation sollten Sie auf Sport, Sauna, Dampfbäder u.ä. verzichten. Die Injektionsstellen sollten Sie ferner nicht übermäßig massieren. Nach der Implantation, die etwa 20 Minuten dauert, können Sie ein abdeckendes Make up auftragen.

7.  Glättung mimischer Gesichtsfalten mit Botulinumtoxin A

Mimische Gesichtsfalten (Stirnfalten, Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und die sog. Krähenfüße an den seitlichen Augenpartien) können mit Botulinumtoxin A beseitigt werden. Hier wird die überaktive mimische Gesichtsmuskulatur gehemmt, die Ihre Haut in Falten legt. Bei einer Sitzung werden bis zu insgesamt 100 Einheiten Botulinumtoxin A in die überaktiven Gesichtsmuskeln mit einer sehr dünnen Nadel injiziert.

Verhaltensmaßnahmen vor u. nach der Botulinumtoxin A-Behandlung:

Patienten, die an einer erblichen Muskelkrankheit, Muskelschwäche wie Myasthenia gravis bzw. Schwäche der Lidheber leiden, müssen auf die Therapie verzichten. Während der Behandlung sollte nicht gleichzeitig das Antibiotikum Gentamicin oder ein Blutverdünner wie Marcumar oder Aspirin angewendet werden. Nach der Injektion wird die Gesichtshaut gekühlt. Sie sollten die Hautareale nicht massieren und am Tag der Behandlung auf sportliche Aktivitäten verzichten, damit sich der Wirkstoff an die gewünschten Gesichtsmuskeln binden kann. Die Glättung der Gesichtsfalten erfolgt frühestens nach 2 – 3 Wochen. Durch die Normalisierung des Muskeltonus kann sich die gefältelte Haut regenerieren, wodurch die Faltenbildung zurückgeht. Patienten, die zur Bildung von Zornesfalten neigen, sollten ihre Sehschärfe und Lichtempfindlichkeit der Augen überprüfen lassen.

8.  Behandlung von Wulstnarben mit Narben-Iontophorese

Verhärtete, wulstige Narben können durch Anwendung von Narbensalben etwas weicher werden. Oft können die Bestandteile der Narbensalbe jedoch nicht tief genug in das Narbengewebe eindringen und dort ihre Wirkung entfalten. Durch das Anlegen eines elektrischen Feldes über dem Narbengebiet können die Wirksubstanzen tiefer in das Zielgewebe eingebracht werden. Hier wird das Behandlungsprinzip der Iontophorese verwendet, bei dem die geladenen Teilchen (in diesem Fall Wirkstoffe der Narbensalbe) auf Grund des angelegten elektrischen Feldes zur Wanderung veranlasst werden. Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, sind meist mehrere Sitzungen von etwa 15 Minuten Dauer erforderlich. Zur weiteren Unterstützung empfehlen wir über Nacht die Verwendung von Siliconfolien.

9.  Entfernung von Besenreisern und kosmetisch störenden Venen

Stärkere Besenreiser und retikukläre (netzartige) Varizen, die aus kosmetischen Gründen als störend empfunden werden, können wir durch Sklerosierung beseitigen. Hierbei wird der Wirkstoff Äthoxysklerol in niedriger Konzentration mit sehr dünner Nadel in die betroffenen Venenabschnitte injiziert. Danach wird ein Kompressionsverband angelegt. Die Kompressionsbinde oder Strumpfhose bringen Sie bitte wieder zur Folgesitzung mit.

Das Prinzip der Behandlung besteht darin, dass Äthoxysklerol die Wände der kleinen Venen verklebt. Hierdurch schließen sich die Gefäße und sterben ab. Das Gewebe wird vom Immunsystem aufgelöst und abtransportiert. Sollte der Wirkstoff durch Platzen der kleinen Gefäße in das umliegende Bindegewebe gelangen, können Überpigmentierungen auftreten, die einige Monate anhalten. Kleinere Gefäßkaliber, die nicht mehr mit der Nadel zu erreichen sind, können bei oberflächlicher Lage (meist hellrote Besenreiser) mit dem Gefäß-Laser (s. dort) entfernt werden.

10.  Anti-aging, Body-Contouring (Liposuction), ästhetische Chirurgie

Im Rahmen der medizinischen Kosmetik beraten wir über alle derzeit verfügbaren anti-aging-Methoden wie z.B. den Einsatz von Retinoiden und Östrogenen in anti-aging-Cremes. Auf Wunsch können wir verschiedene anti-aging-Creme-Zubereitungen individuell rezeptieren. Ferner beraten wir Sie im Rahmen der kosmetischen Sprechstunde, die jeden Donnerstagmorgen von 11.00 bis 13.00 Uhr stattfindet, über sinnvolle Behandlungsmaßnahmen bei Cellulitis, Fragen und Indikationen der ästehtischen Chirurgie (Minilifting u.a.) und  Fettabsaugung (Liposuktion) von diätetisch unbeeinflussbaren Fettpolstern (Bauchschürze, „Reithosenphänomen“).

11.  Hautfunktionsanalyse mit Lichtschutz- und Hautpflege-Beratung

Mit unserem PMD700®-System führen wir auf Wunsch eine Hautfunktionsanalyse durch, mit der Ihre Hautfeuchtigkeit, Ihr Hautfettgehalt sowie der Pigmentgehalt Ihrer Haut ermittelt werden kann. Anhand der ermittelten Daten können die Mitarbeiterinnen unserer Abteilung für medizinische Kosmetik Ihre Fragen zur optimalen Hautpflege z.B. bei Akne, trockener, zu Neurodermitis neigender Haut, zur Hautreinigung und zum optimalem Lichtschutz beantworten.

12.  Haarausfall-Analyse mit TrichoScan

Verschiedene Störungen können zu vermehrtem Haarausfall führen. Am häufigsten findet sich der Haarausfall vom männlichen Typ, der bei Männern und Frauen in gleicher Häufigkeit jedoch unterschiedlicher Ausprägung vorkommt. Mit der computer-gestützten Haaranalyse TrichoScan können mit bisher höchster Präzision die Wachstumsphase (Anagen) und die Ausfallphase der Haare (Telogen), die Haardichte, Haardicke und mikroskopische Haarstruktur bestimmt werden. Hierzu wird ein 10 mm großes Kopfhautareal, das durch Nachbarhaare abdeckbar ist, am ersten Untersuchungstag auf 1 mm gekürzt. Drei Tage später wird dieses Areal mit einem Auflichtmikroskop untersucht. Helle Haare werden hierfür vorübergehend schwarz gefärbt. Das Prinzip des TrichoScan, das an einer Universitätshautklinik entwickelt wurde, besteht darin, dass der Computer das Haarwachstum der Haare über die drei vergangenen Tage zur Startsituation analysiert. Vorteil des Verfahrens ist die dynamische Erfassung des tatsächlichen, aktuellen Haarwachstums. Ferner ist bei diesem Verfahren im Vergleich zum üblichen Trichogramm kein schmerzhaftes Herausziehen von Haaren mehr erforderlich.

 


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Stand: 03. Januar 2003 15:51